NEWS - 2014

WOW!!!! Was für eine Rennsaison!!!!

Mit gerade mal einem halben Punkt Vorsprung auf das Team Kaspar/Fries war das erklärte Ziel des Wochenendes, den sechsten Platz in der Endwertung irgendwie zu halten – doch lange Zeit hat es nicht danach ausgesehen, dass wir das auch tatsächlich schaffen können, die beiden waren in jedem Training um einen Ticken schneller als wir. Als es jedoch etwa eine Stunde vor dem Start heftig zu regnen anfing, wurden die Karten neu gemischt und dabei wurde uns das etwas bessere Blatt zugespielt.

Mit einem Bombenstart konnten wir uns schon nach wenigen Metern auf Platz drei nach vorne schieben und setzten alles daran, wenigstens eine Runde lang diesen Platz zu halten. Im Motodrom saßen Mati und viele Freunde und Sponsoren von uns, die natürlich genauso aus dem Häuschen waren, wie Ursula und Patricia in der Boxengasse, als wir an dritter Stelle aus der ersten Runde kamen. Es war aber klar, dass wir den nicht halten können und unser Augenmerk lag in erster Linie ja eben darauf, vor „Chäpu“ ins Ziel zu kommen. Mit dem fünften Platz in der IDM-Wertung haben wir das dann auch sauber umsetzen können und die Freude war riesig, als wir die Zielflagge gesehen haben. Platz sechs im Schlussklassement, kein einziger technischer Defekt, nichts kaputt gemacht und dennoch eine turbulente Saison…

Nach der herben Enttäuschung, dass nicht jeder Beifahrer das Wort „Teamsport“ beherzt und stattdessen „von einem Bett ins nächste hüpft“, weil das gerade schöner aussieht, sage ich noch einmal von ganzem Herzen DANKE an Tobias Pietzonka, Manuel Hirschi, Sander Faber und Arjen Portijk, die mir als ständig wechselnde Beifahrer geholfen haben, diesen sechsten Platz zu erreichen. Ohne Euch wäre das nie möglich gewesen und mit allen haben wir lustige, entspannte und erfolgreiche Wochenenden verbracht. DANKE!!!

Danke sage ich vor allem auch an Ursula, dass sie das Alles so mitmacht und immer genau weiß, in welche Richtung sie mich gerade schubsen muss , danke an alle Sponsoren, Gönner und Freunde, ohne deren Unterstützung die ganze Rennerei gar nicht machbar wäre und danke an so viele hier im Hintergrund, die teilnehmen am Team fun42-racing (ach ja, weil’s gerade passt und nicht immer richtig verstanden wird: der Name kommt von „fun-for-two“, da wir ja zu zweit Spaß an der ganzen Sache haben – meistens :-)).

Mitte des Jahres sah es eigentlich so aus, dass nach dieser Saison Schluss ist, denn bekanntlich soll man ja aufhören, wenn’s am schönsten ist aber wer weiß, vielleicht wird’s ja noch schöner .
Die ersten Weichen für 2015 sind inzwischen gestellt, auf der Beifahrerseite sieht es sehr gut aus (!!!!) und jetzt geht es erst mal zur Intermot, wo wir versuchen wollen, noch den einen oder anderen Produktsponsor für uns zu begeistern.

Das war’s für heuer mit Rennberichten aber ganz sicher wird jetzt nicht Funkstille herrschen sondern ein paar Neuigkeiten wird es immer zu vermelden geben. Also, bleibt der Seite und dem Team treu!

Bis dahin,
Euer Team fun42-racing,
Christian und ???????

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Zurück aus Oschersleben, mit feinen 10 WM-Punkten im Gepäck .

Schön war’s – und erneut ein großes DANKE an Manuel, Dominique, Ursula und Mati für ein überaus angenehmes, stressfreies und lustiges Wochenende!! Es passt einfach rundherum und ein Stück weit nimmt man die Stimmung im Team sicher auch mit auf die Strecke denn mit den Plätzen 12 und 10 dürfen wir absolut zufrieden sein. Mit am meisten freut mich, dass endlich eine „1.37“ auf dem Zeitenmonitor stand, auch auf dieser Strecke wieder mal deutlich schneller, als im letzten Jahr und auch als beim diesjährigen IDM-Lauf.

Das freie Training am Freitag lief ganz ordentlich, vor allem wenn man bedenkt, was für schlechte Reifen wir montiert hatten. Schon knapp zwei Stunden später stand das erste Zeittraining an und mit Platz 11 waren wir auch ganz zufrieden. Leider haben wir nach einem kurzen Boxenstopp keine einzige freie Runde mehr erwischt, so dass uns keine erneute Verbesserung gelungen ist aber es stand ja noch ein zweites Zeittraining am Nachmittag auf dem Plan.

Was allerdings in diesen paar Stunden passiert ist, beschäftigt uns noch immer, wir vermuten mal, dass es sich irgendwelche „Fahrwerksgremmlins“ bei uns gemütlich gemacht haben…

Für das zweite Qualifying hatten wir deutlich bessere Reifen montiert und wollten in jedem Fall den 11. Platz halten, gerne auch noch etwas nach vorne rücken aaaaaber… beim Anbremsen nach längeren Geraden ist das ganze Gespann hin und her geschwommen, als wären wir im Regen unterwegs. Da aber weit und breit keine Regenwolke am Himmel war, muss es irgendwas am Fahrwerk sein. In den ersten beiden Runden dachte ich mir noch, Manuel probiert irgendwelche neuen Beifahrertechniken aus - die ziemlicher Mist gewesen wären ;-) - aber als es auch nach vier Runden nicht besser war, sind wir in die Box. So, da standen wir beide nun und haben uns mit fragenden Gesichtern angeschaut. Was ist denn jetzt auf einmal mit der Kiste los??? Da uns erst mal nichts Besseres einfiel, haben wir andere Reifen montiert und sind wieder zurück auf die Strecke. „Gut“ ist anders aber zumindest etwas ruhiger hat sich das Gespann in den Bremsphasen dann doch verhalten. Dass unter diesen Umständen eine „1.37“ zustande kam, lag wohl in erster Linie am „dicken Hals“, mit dem wir dann auf die Strecke gingen.

So richtig happy waren wir trotzdem nicht denn woher plötzlich dieses seltsame Fahrverhalten kam, war uns ein Rätsel. Wir haben dann ein wenig an der Einstellung gearbeitet, die Bremsbeläge aufbereitet und die Bremsbalance verändert, richtig optimistisch waren wir aber nicht, was das für Samstag anstehende Sprintrennen betraf. Und um es kurz zu machen, viel hatte sich nicht verändert und wir haben uns mehr oder weniger durchs Sprintrennen gequält – dass trotzdem noch Platz 12 rausgesprungen ist, war ein kleines Trostpflaster.

Mit Markus Schlosser konnten wir uns dann allerdings überaus kompetente Hilfe ins Zelt holen und zumindest eine Ursache war schnell gefunden: der hintere Dämpfer lief mehr oder weniger nur noch auf der Feder, von einem „Öldruckdämpfer“ konnte somit kaum noch gesprochen werden. Also Dämpfer hinten und vorne gewechselt, Geometrie überprüft und eingestellt, Bremsbalance nochmals justiert, ein wenig hier, ein wenig da und mit jedem Schritt stieg die Zuversicht, dass für das Rennen am Sonntag alles wieder passt.

Hätten wir am Start noch eine Lücke durch die beiden Gespanne vor uns gefunden, wäre das wohl der beste Start der Saison geworden denn obwohl ich deutlich vom Gas musste, lagen wir in den ersten Kurven gleich mal auf Platz 8 – nicht schlecht für WM-Gaststarter ? . So richtig ruhig lag unsere kleine Prinzessin noch immer nicht aber mit jeder Runde bekam ich ein besseres Gefühl für das nun doch deutlich andere Fahrverhalten, was sich auch mit konstanten 1.37er Zeiten bestätigte. So ganz konnten wir den Anschluss nach vorne dann doch nicht halten und nachdem’s ab und zu auch noch im Getriebe heftig gehakelt hat, waren (und sind ?) wir mit dem erreichten 10. Platz super zufrieden!

Leider war das für heuer das letzte Zusammenspiel mit Manuel aber mal sehen, vielleicht lässt er sich im kommenden Jahr ja für den einen oder anderen WM-Lauf wieder begeistern.

Für Hockenheim steht jetzt noch ein Motorwechsel an – und natürlich der für heuer schon fast obligatorische Beifahrerwechsel ;-). Wer’s wird??? Ihr werdet es sehen; aber er war in dieser Saison schon mal mit an Bord.

Ihr lest von mir.
Bis dahin viele Grüße,
Christian

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IDM ASSEN - nass war's

So ganz, ganz langsam verschwindet das Grinsen aus unseren Gesichtern wieder denn die Platzierung in Assen war einfach nur der Hammer: Platz 7 - und nach Abzug der Gaststarter sogar Platz 4, für den es 13 fette Punke auf's Konto gab.

Der schon mehrfach beschriebene "Beifahrerverschleiß" dieser Saison erlebte in Assen einen neuen Höhepunkt... da wurden gleich zwei verbraucht.

Nach den Kupplungsproblemen im letzten Rennen wollte ich am Freitag unbedingt probieren, ob alles wieder in Ordnung ist; da aber Sander (Faber), der für dieses Wochenende im Boot war, am Freitag nicht konnte, hat Jarno van Lith seine Datenbank durchforstet und erfreulicherweise konnten wir Arjen (Portijk) für die beiden freien Trainings begeistern. Der Vorteil ist, dass die holländischen Beifahrer schon so oft in Assen waren, dass es keine großen Probleme gibt, bis sie sich an die Strecke gewöhnt haben. Arjen hat einen prima Job gemacht und trotz richtig schlechter Reifen haben wir gute Zeiten erzielt. In jedem Fall macht es Sinn, Arjens Telefonnummer zu speichern, die Saison ist ja noch nicht zu Ende.

Im ersten Zeittraining am Samstag, jetzt mit Sander an Bord, haben wir einfach nur versucht, so viele Runden als möglich abzuspulen und uns aneinander zu gewöhnen - was anhand der gefahrenen Zeiten ganz gut gelungen ist. Auch hier hat sich gezeigt, wie wertvoll es ist, wenn der Beifahrer aktiv mitfährt und so konnte mir Sander noch einige Tipps geben, wo ich vielleicht noch ein paar Zehntel holen kann. Und was soll ich sagen/schreiben - ich habe sie geholt... mit 1.49 blieb ich erstmals in Assen unter der bisher festen Barriere von 1.50 und mit Startplatz 6 waren wir wirklich superhappy. Ich wohl noch ein Stück mehr als Sander, der im Laufe dieser Saison ja schon bei mehreren Fahrern ausgeholfen und viel erreicht hat.

Im Laufe des Rennsonntags, der in Assen ja nicht vor 11.00 Uhr anfangen darf, wurde das Wetter leider immer schlechter und der Veranstalter versuchte, durch eine Straffung des Zeitplans das Programm noch vor dem angekündigten Unwetter über die Bühne zu bringen. Aber wieder mal fielen die ersten Tropfen, als die Gespanne in die Startaufstellung fuhren. Laut Regenradar sollten es zunächst nur leichte Schauer sein und wir überlegten noch eine ganze Weile, ob wir es nicht doch mit Slicks probieren wollen. Aber als wir aus der Aufwärmrunde zurück waren, wurde das Startprozedere abgebrochen und alle wechselten auf Regenreifen. Wie sich schnell zeigen sollte, die einzig richtige Entscheidung.

Da man einen Fehler am besten nur einmal machen sollte, habe ich diesmal mit dem Einlegen des ersten Ganges gewartet, bis die Ampel auf Rot war (siehe Bericht vom WM-Lauf in Assen) und uns ist wirklich ein Bombenstart geglückt. Wir waren für einen kurzen Moment sogar Dritter und bisher waren Regenrennen absolut nicht meine Stärke, so dass ich mich darauf konzentrierte, vor allem die ersten Kurven ohne Probleme zu überstehen. Irgendwie habe ich nicht mehr groß nachgedacht, ob ich auch tatsächlich so schnell fahren will sondern nur noch versucht, mit den Vordermännern mitzuhalten. In der dritten oder vierten Runde ist Mike Roscher an uns vorbei geschossen, dass man meinen konnte, er ist mit Allradantrieb unterwegs.Jetzt einfach nur probieren, seine Spur nachzufahren, war mein Gedanke - sofern man bei dem strömenden Regen überhaupt von "Spur" sprechen konnte.

An einigen Stellen kann man an sich ganz gut sehen, wer hinter einem herfährt.... aber da kam niemand... Von der Box bekamen wir dann ein "+50 / P7" angezeigt und so war klar, bring das einfach nur irgendwie nach Hause. Ist aber gar nicht so leicht, halbwegs schnell und doch sicher zu fahren, wenn stellenweise vier Zentimeter Wasser auf der Strecke stehen. Nach 12 Runden hatte die Rennleitung ein Einsehen und das Rennen wurde abgebrochen. Klatschnass bis auf die Haut standen wir im strömenden Regen - und haben von einem Ohr zum anderen gegrinst

Ein so tolles Regenrennen ist mir noch nie vorher geglückt und erst nachdem ich ein paar Bilder gesehen habe, wurde mir klar, welchen großen Anteil Sander daran hat!!! Er hat durch wahre Akrobatik derart viel Druck auf das Hinterrad gebracht, dass wir immer halbwegs Kontakt zur Strecke hatten und so eben auch einen derart großen Vorsprung auf das nächste Team herausfahren konnten.

Aktuell liegen wir auf Platz 6 in der Meisterschaftswertung allerdings nur mit einem halben Punkt Vorsprung auf das Team Kaspar/Fries. Wird 'ne heiße Nummer in Hockenheim denn es ist klar, wer vor dem anderen ins Ziel kommt, hat diesen Platz auch in der Endwertung. WER mir in Hockenheim dabei hilft, ist dieses Mal keine Geheimniskrämerei - sondern ich weiß es aktuell selbst noch nicht. Klar ist aber, dass wir dabei sind und es wäre einfach nur schön, wenn diese Saison, die "beifahrertechnisch" so absolut chaotisch lief, einen sauberen Abschluss findet.

Als nächstes Rennen steht der WM-Lauf in Oschersleben auf dem Plan, da ist dann wieder Manuel Hirschi dabei und wir hoffen, dass zu den drei WM-Punkten noch welche dazu kommen. Außerdem freuen wir uns auf die gesamte Truppe von YART, mit denen wir im letzten Jahr viel Spaß hatten und ich will versuchen, mit Mandy Kainz schon mal ein paar Weichen für 2015 zu stellen - Yamaha bringt ja eine absolute "Waffe" auf den Markt und es wäre sicher nicht schlecht, entsprechend "bewaffnet" an den Start zu gehen - sofern sich für die nächste Saison überhaupt ein Beifahrer findet...


Bis dahin!
Ihr lest von mir,
Christian

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WM ASSEN

Zurück aus Assen von den beeindruckenden Gamma Racing Days und mit drei WM-Punkten im Gepäck können wir durchaus zufrieden sein – es hätten aber auch ein paar mehr werden können…

Erneut ein ganz, ganz großes DANKE an Manuel (Hirschi), Dominique (Rösinger), Ursula und Mati für ein tolles und stressfreies Rennwochenende! Eigentlich standen für heuer WM-Läufe gar nicht mehr auf dem Plan, da es aber erfreulicherweise Beifahrer gibt, die sich an den Kosten für die Rennerei auch beteiligen, haben wir uns kurzfristig entschlossen, als Gaststarter in Assen dabei zu sein. Diese „Gamma Racing Days“ sind ein Riesenspektakel mit Motorrädern, Gespannen, Karts, sündhaft teuren Autos, megacoolen Amischlitten und einem beeindruckenden „drum-herum“. Gamma ist eine Baumarktkette in Holland und ich denke mal, kaum jemand könnte sich „Hagebau Racing Days“ hier in Deutschland vorstellen …

Mit Jarno van Lith hatten wir einen Top-Mechaniker im Team und zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern verbrachten wir ein rundum entspanntes Wochenende. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch von Elise und wir hatten sicher die drei heißesten Gridgirls in der Startaufstellung.

Da die Strecke für die Autos ziemlich umgebaut werden muss, standen sämtliche Motorrad- und Gespanntrainings am Samstagvormittag auf dem Plan, was zuweilen schon etwas stressig wurde. Nach dem ersten Training hatten Hirschi und ich noch etwas nachdenkliche Gesichter auf, irgendwie fuhren wir mehr gegen die Strecke als mit ihr, wussten aber nicht so richtig, wie wir das drehen können. Gut, vielleicht wäre es schon hilfreich gewesen, wenn AUCH MIR vorher jemand gesagt hätte, dass Manuel noch nie auf dieser Strecke gefahren ist; jeder wusste es anscheinend, nur ich eben nicht.
Kaum eine Stunde später stand dann schon das erste Qualifying an und obwohl wir zwei Sekunden schneller waren, als im freien Training waren wir nur Vorletzter – sooooo hatten wir uns das nicht vorgestellt. Der Abstand zu den meisten holländischen Gaststartern war nicht sonderlich groß und wenn man bedenkt, wie oft die in einer Saison in Assen fahren, wäre das an sich schon ok gewesen aber wir spürten beide, da ist noch mehr drin.
In den knapp zwei Stunden bis zum zweiten Zeittraining „mutierte“ Jarno nun vom Mechaniker zum Riding-Coach und wir saßen alle drei lange zusammen und haben den Streckenplan studiert. „Hier länger links bleiben, da voll über die Curbs, da einen weiten Bogen fahren,…“ ziemlich viel an Input aber wir konnten es umsetzen und uns nochmals um zwei Sekunden steigern. Wie schon in Schleiz konnte ich dank Manuels Unterstützung meine besten Streckenzeiten überhaupt fahren und mit Startplatz 11 waren wir jetzt absolut zufrieden!
Der Vorteil am stressigen Vormittag ist der absolut entspannte Nachmittag. Nachdem das Motorrad für Sonntag vorbereitet war, konnten wir in Ruhe ein paar Autorennen beobachten, feststellen, dass das jeweils nach 10 Minuten ziemlich langweilig wird und hatten so ausreichend Gelegenheit, die feinen Produkte unseres Sponsors „Schloßbrauerei Hirschau“ zu genießen .

Aus meinen aktiven Moto-Cross-Zeiten habe ich beibehalten, mir mindestens zwei Starts von anderen Klassen anzusehen, um eventuell zu erkennen, ob der Starter zu eher langen oder kurzen Startphasen neigt. DER Schuss ging diesmal aber gewaltig nach hinten los….
Die Ampeln waren sonst immer nur ganz kurz auf Rot, dann ging’s auch schon los; demzufolge habe ich bei unserem Start den Gang schon eingelegt, als die Rote Flagge eingezogen wurde – und dann scheint der Starter einen Krampf im Finger bekommen zu haben, jedenfalls dauerte es bei uns eine gefühlte Ewigkeit, bis die Lichter ausgingen. Zu lange für unsere Kupplung, wie sich sehr schnell gezeigt hat. Wir kamen gut los und lagen nach den ersten Kurven auf Platz 8 oder 9, was eine prima Ausgangsbasis gewesen wäre. Aber schon auf der Gegengeraden machte der Motor ganz unschöne Geräusche. Er drehte schnell hoch, es ging aber nichts vorwärts. Kackmist, Kupplung verraucht!! Ich habe noch versucht, ihr etwas mehr Spiel zu geben aber viel hat es leider nicht mehr geholfen, wenn kaputt, dann kaputt. Wir haben uns dann einfach nur irgendwie durchgequält, sonderlich Spaß hat es nicht gemacht aber mit Platz 13 und drei WM-Punkten können wir noch halbwegs zufrieden sein.
Wie anfangs geschrieben, es wäre sicher mehr drin gewesen aber es ist nichts passiert, das ist das Wichtigste und es hätte ja leicht auch der erste Totalausfall der Saison werden können.
Erklärtes Ziel von Manuel und mir ist nun, die stets ansteigenden Leistungen in den Trainings endlich auch mal im Rennen umsetzen zu können, so dass wir heuer in jedem Fall noch einmal gemeinsam auf die Strecke gehen werden – wo, das erfahrt Ihr noch.

Schon am kommenden Wochenende geht’s erneut nach Assen und wie ja schon geschrieben, habe ich da wieder einen neuen Beifahrer im Boot. Mal sehen, wie’s klappt.

Ihr lest von mir,
Christian

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IDM SCHLEIZ

Ein ganz, ganz großes DANKESCHÖN an Manuel (Hirschi), Dominique (Rösinger), Mati und Ursula für ein tolles, lustiges und absolut stressfreies Wochenende!! Mit 1.36.434 war ich so schnell wie noch nie zuvor in Schleiz und das, obwohl Manuel und ich vorher ja noch keinen einzigen Meter gemeinsam unterwegs waren. TOP

Nach den guten Zeiten und Platzierungen in den Trainings sind wir mit P7 im Rennen so „halb-zufrieden“; leider waren der Vorderreifen und wir in den ersten Rennrunden noch nicht so wirklich der gleichen Meinung und bis wir den Reifen überzeugen konnten, das zu tun, was wir wollten, war die Lücke zu den Vordermännern schon zu groß, um die wieder zufahren zu können. Hätten wir zum Ende des Rennens die „versemmelten“ ersten Runden anhängen können, wäre wahrscheinlich noch eine Verbesserung möglich gewesen. ABER: es ist nichts passiert, das ist das Wichtigste, wir hatten ein tolles Wochenende und konnten den achten Platz in der Meisterschaft weiter festigen.

Es war eine ganz neue Erfahrung für mich, mit einem Beifahrer unterwegs zu sein, der mir auch mal Tipps geben kann. „Fahr doch die Kurve mal so an… bremse da ein wenig früher dafür kommen wir etwas runder um die Ecke…“ war hilfreich und hat sicher mit dazu beigetragen, dass ich gegenüber dem Vorjahr mehr als eine Sekunde zulegen konnte. Aber auch für Manuel war es etwas komplett Neues, mit einem Yamaha- statt einem Suzuki-Triebwerk unterwegs zu sein. ‚Das Ding brummelt so gemütlich vor sich hin, reißt und ruckelt nicht und eigentlich hat man nicht das Gefühl, schnell unterwegs zu sein – aber dann käme keine 1.36er Zeit zu Stande‘, war sein Kommentar. Wie hat er mal so schön gesagt: er fährt sauber, sicher…. und schnell. Freut mich und auch an dieser Stelle nochmal ein ehrliches Danke, für den tollen Job und vor allem, dass Du so kurzfristig eingesprungen bist. Ohne Dich hätte ich das Rennen ganz sicher absagen müssen.

Leider konnte ich ihm seine „Selbstfahrpläne“ für Assen und Hockenheim nicht ausreden, so dass ich für diese beiden Veranstaltungen noch immer auf der Suche nach einem Beifahrer bin. Anfragen werden gerne entgegen genommen und zügig beantwortet.

Irgendwie wird’s schon werden und wenn die kleine LCR-Prinzessin und die Yamaha-Motörchen weiterhin so problemlos laufen, könnte es meine beste IDM-Platzierung überhaupt werden – und das bei dem extremen Beifahrerverschleiß ?

Ihr lest von mir,
Christian

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BEIFAHRER GESUCHT:

Wie sich aus meiner Suche nach einem Beifahrer für Schleiz (und den Rest der Saison) schließen lässt, hat mir Jeffrey gestern per Mail „gekündigt“. Der Schritt kam für mich nicht so ganz überraschend, über Art und Zeitpunkt will ich mich nicht weiter auslassen.

Es hat heuer leider von Anfang an nicht mehr richtig gepasst und irgendwie ist es schon seltsam; obwohl wir letztes Jahr extreme technische Probleme hatten und kaum ein Rennen vernünftig zu Ende fahren konnten, hatten wir jede Menge Spaß außerhalb der Rennstrecke und selbst drei Motorschäden an einem Wochenende konnten unseren Zusammenhalt und Optimismus nicht trüben. Dieses Jahr läuft es bisher auf der Strecke ganz ordentlich, dafür ist das „Drumherum“ deutlich beeinträchtigt und es hat das eine oder andere Mal heftig geknirscht. Jeffreys deutliche Veränderungen in seinem Privatleben blieben leider nicht ohne Auswirkungen auf das ganze Team und „racing“ stand plötzlich ziemlich weit hinten in seiner persönlichen Liste.

Ich hatte mit ihm ziemlich lange eine tolle Zeit und wir konnten einige feine Rennen abliefern. Er kam als „blutiger Anfänger“ zu mir ins Boot und denke, er hat einiges gelernt bei mir. Schade, dass die Früchte nun u.U. jemand anderer erntet aber was hilft’s, es ist, wie es ist und er hat seine Entscheidung getroffen. Ich kann und will jetzt nur nach vorne schauen und hoffe, dass ich für die verbleibenden IDM-Läufe noch passenden Ersatz finde. Für Schleiz hat mir zum Glück sehr kurzfristig ein Top-Beifahrer zugesagt, für Assen und Hockenheim bin ich noch am suchen – wenn alle Stricke reißen, muss eben Tobi nochmal ran, ob er will oder nicht. Eigentlich will er ja nicht aber ich denke, bevor ich nicht fahren könnte, würde er das Leder schon nochmal überziehen.

Die Wettervorhersage für Schleiz ist grundsätzlich ja sehr positiv. Für unseren „Wasserkocher“, der ständig mit Überhitzungsproblemen kämpft, sind das allerdings nicht die besten Voraussetzungen. Warten wir ab, wie es wird, muss ich eben so schnell fahren, dass immer genügend Luft in den Kühler kommt.
Ihr lest von mir.

Viele Grüße,
Christian

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LAUSITZRING:


Kurzer Rückblick: 2011, Unfall mit Lucas im Warm-up am Sonntag -> keine Rennteilnahme möglich; 2012, Sammy verdreht sich am Samstag im 2. Zeittraining das Knie –> keine Rennteilnahme möglich; 2013, der Motor läuft ständig ins Notprogramm, wir finden den Fehler nicht -> keine Rennteilnahme möglich. Somit waren die Erwartungen an des Saisonstart 2014 nicht sonderlich hoch und es sah auch tatsächlich so aus, als würde die Serie so weiter gehen…. Jeffrey hatte sich einen Finger derart kompliziert gebrochen, dass er gut eine Woche vor dem Rennen absagen musste. Zum Glück konnte ich Tobi Pietzonka überzeugen, nach mehr als 18 Monaten Rennpause wieder eine Lizenz zu lösen und mir als Beifahrer auszuhelfen. Da ich mit Tobi schon mal gefahren bin, war zumindest kein langes „sich aufeinander einstellen“ notwendig – trotzdem ist es natürlich eine Umstellung, wenn nicht der gewohnte Beifahrer an Bord ist. Aber Tobi hat einen tollen Job abgeliefert und auch an dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön!

Das erste Zeittraining lief ganz gut und mit Platz 9 waren wir im Moment auch zufrieden, hofften allerdings schon, uns am Nachmittag noch verbessern zu können. Wir hatten im zweiten Zeittraining ein paar gute Runden abgespult, als am Ende einer kurzen Geraden plötzlich ein „brrrrrrrrmmmmm pafffff paffff“ zu hören war und wir nur noch ausrollen konnten. Tobi: „ist die Kette gerissen?“ Ich: „da ist schon mehr als die Kette gerissen…“ Der Geruch von heißem Öl verhieß nichts Gutes und zurück im Fahrerlager zeigte sich schnell, dass ein dickes Loch im Motorgehäuse – und somit zeitgleich in der Rennkasse – klaffte. So eine Kacke!!! Michael Galinski hat uns mit viel Mühe einen tollen Motor aufgebaut, den wir in Frankreich auch wirklich sehr behutsam eingefahren haben und dann so etwas…. ich sah die Tausender schon davon fliegen und dementsprechend mies war die Laune. Was hilft’s, Motor raus und den Ersatzmotor eingebaut aber so war das Alles natürlich nicht geplant. Mit Platz 9 im Rennen und 7 Punkten auf dem Konto sind wir dann aber doch noch ganz versöhnlich vom Lausitzring nach Hause gefahren.

Da man(n) mit Wohnmobil und Anhänger und einigen hundert Kilometern Strecke ja genügend Zeit zum Nachdenken hat, fasste ich einen doch ziemlich entscheidenden Entschluss: die Trockensumpfschmierung fliegt bis zum nächsten Rennen raus! Ich hatte gehofft, mit diesem Schmiersystem alles ganz besonders gut gemacht zu haben, mit dem erneuten Motorschaden habe ich mein Vertrauen in das System allerdings nachhaltig verloren. Bis Zolder waren drei Wochen Zeit und wenn nicht jetzt, dann wird der Umbau in dieser Saison nichts mehr. Was sich hier so schnell schreibt, war ein riesiger Aufwand und mit vielen, vielen Stunden in der Werkstatt verbunden. Komplett neue Motorhalterungen, neue Wasserleitungen, neue Anschlüsse, Auspuffkrümmer ändern und und und; es war brutal aber irgendwie habe ich es dann doch hin bekommen. Da der Motor durch den Umbau höher im Chassis sitzt, kam zum Schluss der schlimmste Part: die neu lackierte und beklebte Verkleidung musste mit Flex und Dremel bearbeitet werden. Keine fünf mm hätte der Motor höher oder näher am Chassis sitzen dürfen, sonst wären gröbste Schnitte erforderlich gewesen, so hielt es sich aber noch in Grenzen und außer einer „Scharte“ in der Lufthutze ist nichts mehr zu sehen.

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ZOLDER:

Durch die ganzen Technikprobleme zu Beginn der Saison 2013 mussten wir das Rennen in Zolder damals auslassen und so machten wir uns erstmals seit langer Zeit auf den Weg zu einer vollkommen unbekannten Rennstrecke. Erneut musste Tobi ran, da Jeffreys Arbeitgeber Hausmesse hatte und er Samstag und Sonntag arbeiten musste. Zolder ist an sich, sagen wir mal, „rustikal“ hat aber seinen eigenen Reiz und erfordert durch einige „blinde“ Kurven schon, dass die A…backen mehrmals zusammen gedrückt werden müssen.

In den freien Trainings haderten wir noch lange Zeit mit einem hakeligen Schaltgestänge, das nach dem ganzen Motorenumbau erst wieder neu eingestellt werden musste. Da in der Verkleidung ja nicht sonderlich viel Platz ist, spielt sich das im Millimeterbereich ab und ständig ging es da mit halben Umdrehungen an den Unibalgelenken nach vorne und hinten, bis es endlich halbwegs gepasst hat. Ist jetzt nicht wirklich hilfreich, wenn eine Schikane hart angebremst wird und dann aber die Motorbremse nicht mit genutzt werden kann, weil das Getriebe weiter munter im sechsten Gang läuft… Das bekam irgendwann auch Tobi ziemlich unsanft zu spüren und so nahm er dann leider einmal „Bodenproben“, die zum Glück aber ohne Folgen blieben - und einen feinen Bericht mit Bildern in ‚speedweek.com‘ hat er dadurch auch gleich bekommen.

Wir fanden uns mit der Strecke immer besser zurecht und mit den Plätzen 11 im Sprintrennen bzw. 9 im Hauptrennen durften wir uns weitere 8,5 Punkte gutschreiben lassen. Die lange Heimfahrt lies wieder viel Zeit zum Nachdenken und Grübeln aber diesmal wurden keine folgenreichen Entschlüsse gefasst ?. Nein, der ganze Aufwand mit dem Umbau hat sich bezahlt gemacht und dass der Motor jetzt deutlich mehr Traktion aus den Ecken raus hat, ist ein mehr als angenehmer Nebeneffekt.

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OSCHERSLEBEN:

Jeffrey is back!!!! Ein klein wenig schließt sich dadurch der Kreis: in Oschersleben sind wir unser allererstes gemeinsames Rennen gefahren, jetzt war es das erste der Saison 2014. Aber zunächst nochmals ein ganz, ganz dickes DANKE an Tobi!! Er hat nach Jeffreys Verletzung sofort zugesagt, einen supertollen Job abgeliefert, jede Menge Punkte mit eingefahren und obendrein ist er einfach eine „coole Sau“ und wir hatten überaus angenehme und lustige Rennwochenenden . Danke Tobi!!!

Nach der langen Pause, schließlich sind wir seit dem Training in Val de Vienne Ende März nicht mehr zusammen unterwegs gewesen, waren wir uns nicht so ganz sicher, wie es jetzt laufen wird aber schon nach zwei, drei Runden war das gewohnte Gefühl zurück und wir konnten ganz ordentliche Rundenzeiten fahren. Nein, „ganz ordentlich“ trifft es nicht, wir waren gut eine Sekunde schneller als in 2013 und durften uns über einen „IDM“-Startplatz 9 freuen. Da die gesamte Veranstaltung zusammen mit der Holländischen Meisterschaft ausgetragen wurde, hatten wir insgesamt ein tolles Starterfeld von 25 Gespannen und kombiniert standen wir auf Platz 14 - auch ok.

Für Samstag stand das erste „lange“ Rennen mit auf dem Plan und wir hatten schon leichten Stress, das Gespann zwischen Zeittraining und Rennen ordentlich vorzubereiten. Aber mit Jermaine (v.d. Middegaal), im Moment „teilzeitarbeitsloser Beifahrer“, hatten wir dieses Mal einen Mechaniker im Team, der uns mehr als kompetent geholfen hat. Er weiß einfach, worauf es bei der technischen Vorbereitung ankommt, hat auch gleich zwei große Risse in der vorderen Bremsscheibe entdeckt und wir konnten uns zu 100% auf ihn verlassen. Darfst sehr gerne wieder mitkommen.

Mit einem blitzsauberen Start ins Rennen war schon mal eine gute Basis gelegt und nach einigen Runden waren wir auch wieder mit unseren „Lieblingskonkurrenten“, dem Team Pichler, zusammen. Das ist jetzt wirklich ehrlich gemeint, wir haben in etwa den gleichen Speed, finden dadurch in den Rennen immer irgendwie zusammen und alle bisherigen Überholmanöver, egal ob von den Pichlers oder von uns, sind mehr als sauber und fair gelaufen. Es macht Spaß, mit ihnen um Platzierungen zu kämpfen, da wir uns aufeinander verlassen können und jeder lieber nochmal zurück steckt, als dem anderen in die Verkleidung zu fahren. Wenn ein paar von den anderen Kollegen nur einen Teil dieser Fairness mit zeigen würden, wäre es deutlich angenehmer auf der Strecke.

Auch diesmal hingen wir wieder eng zusammen, Benni knapp vor uns, als sieben Runden vor Schluss das Rennen abgebrochen wurde. Wir dachten eigentlich, das war’s jetzt, als es hieß: „Boxengasse öffnet um 17.30 Uhr, Restart über fünf Runden“. Erneut hatten wir einen sehr guten Start und jetzt ging es eigentlich nur noch darum, den Rückstand auf die Pichlers von ca. 0,5 Sec. aus dem ersten Teil des Rennens gut zu machen, um in der Addition vor ihnen zu liegen. Wir haben das gut geschafft, durften uns über Platz 11 freuen und nach Abzug der holländischen Teams sowie der Gaststarter bedeutete das sogar IDM-Platz 6 und feine 10 Punkte mit auf dem Konto.

Am Sonntag stand das zweite Rennen auf dem Programm und auch hier hatten wir wieder einen tollen Start. Auf Platz 7 liegend konnten wir uns prima einreihen und setzten alles daran, so lange als möglich mit den etwas schnelleren Teams vor uns mitzuhalten, um Abstand nach hinten zu bekommen. Zwei Teams haben uns überholt und dann kamen – na klar – die Pichlers ;-). Sie hatten schon fast 100 Meter Vorsprung ich dachte mir, dass ich da heute nicht dagegen anstinken kann, als irgendwie die „zweite Luft“ kam und wir innerhalb weniger Runden doch aufschließen konnten. Aber die Lücke zufahren und überholen sind dann noch einmal zwei verschiedene Dinge und es schien so, als ob wir heute den Kürzeren ziehen. Aber in einer Rechtskurve hat mir Benni die Tür so weit aufgehalten, da konnte ich nicht anders und bin innen durch. Ich wusste, dass er auf der Bremse stärker ist, als ich und so ging es darum, am Ende der Geraden einen Tick länger stehen zu lassen um keine Chance für einen Konter zu lassen. Das ist uns sehr gut gelungen und mit 1.37.524 waren wir so schnell wie nie zuvor in Oschersleben. Eine Schrecksekunde gab es noch in der allerletzten Runde, als ein zu überrundender Konkurrent meinte, er müsse uns am Ende der Gegengeraden zeigen, was für ein Spätbremser er ist und wir dadurch fast noch abgeflogen wären. Ich glaube, ich hätte ihm eine geklebt, wenn das schief gegangen wäre! Platz 10 im Rennen, in der IDM-Wertung Platz 5 und weitere 11 Punkte auf dem Konto waren eine tolle Ausbeute.

Im letzten „Seuchenjahr“ hatten wir am Ende 18 mickrige Punkte auf dem Konto, heuer liegen wir aktuell bei 36,5 Punkten und in der Zwischenwertung der Meisterschaft auf Platz 7. Hoffen wir, dass es so weiter geht und wir einfach mal nur eine runde, zufriedene und erfolgreiche Saison erleben dürfen. Morgen (Donnerstag) geht es dann auch schon weiter zum Nürburgring und wir werden uns anstrengen, dass wieder ein paar Pünktchen auf‘s Konto gebucht werden.

Bis bald,
Euer fun42-racing-Team
Christian und Jeffrey

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RÜCKBLICK VAL DE VIENNE

Auch in der Frühlingssonne von Val de Vienne ließ sich unsere kleine Prinzessin nicht dazu überreden, es doch auch mal OHNE Original-Airbox zu versuchen und die Zickerei von Anfang des letzten Jahres war sofort wieder da.

Wir hatten schon im Vorfeld maximal einen Tag eingeplant, an dem wir nochmals versuchen wollten, die Ursache der Probleme zu finden aber ganz egal, wo wir die verschiedenen Sensoren platziert hatten, wie viel oder wenig Luft in der Airbox ankam, das Resultat war immer das Gleiche: Notprogramm bei höheren Drehzahlen.

Somit haben wir am Dienstag angefangen, die neue Verkleidung vorzubereiten, dass wir mit der Original-Airbox fahren können und inzwischen hat die Verkleidung auch „eine Mütze“ auf und ist lackiert. Es hätte uns schon gefallen, ohne diesen Kamelhöcker fahren zu können aber bevor wir wieder die ersten Rennen der Saison ‚vergeigen‘, sind wir eben diesen Weg gegangen. Sicher ist es in Rechtskurven für Jeffrey mit Nachteilen verbunden, andererseits hätten wir so die verstellbaren Ansaugtrichter nicht verwenden können, was ebenfalls einen Nachteil bedeutet. Ich war vor einigen Wochen bei YART in Österreich und habe mit dem Teamchef Mandy Kainz auch über die „kleine“ Airbox und die damit verbundenen Probleme gesprochen, daraufhin führte er mich zu einem Schrank, in dem mindestens 30 (!) verschiedene Konfigurationen von Ansaugtrichtern lagen. Unterschiedlich lang, breit, oval, gekröpft,… einfach alle verschiedenen Variationen, die man sich nur vorstellen kann. Mandys Kommentar: denkst du denn, dass Yamaha diesen ganzen Aufwand betreiben würde, wenn die Trichter nichts bringen? Ich denke mal, da hat er schon Recht.

Zurück aus Frankreich wurde es dann etwas hektisch, damit wir rechtzeitig bis zum Lausitzring auch alles fertig haben. Da ich während der langen Heimfahrt viel Zeit zum Nachdenken hatte, wurde schon kurz nachdem alles ausgeladen war, die Flex rausgeholt und die in Val de Vienne provisorisch montierte Verkleidungshutze wieder abgeschnitten. Sie war einfach viel zu groß und so galt es, aus den zerschnittenen Einzelteilen wieder etwas halbwegs Passendes zusammen zu bauen. Ich denke, das ist so halbwegs geglückt und dank des Talents unseres Lackierers müssen wir uns damit nicht verstecken. In einer „Gewaltaktion“ haben die Männer von KB-Lack aus Gera und hier vor allem Raik (Jacob) ein kleines Wunder vollbracht und alle Teile innerhalb von drei Tagen aufbereitet, gespachtelt, grundiert und lackiert!! Vielen Dank!

Nun geht Alles zur "Die Beschriftungsfabrik" und wird dort noch entsprechend aufgehübscht, damit wir am Lausitzring mit einer wirklich toll gestalteten Verkleidung am Start stehen. Aktuell sind wir wegen des Rennens dort noch etwas beunruhigt, da Jeff sich dummerweise einen Finger angebrochen hat und nicht ganz sicher ist, ob bis dahin alles wieder gut zusammen gewachsen ist. Aber falls nicht, werden ein paar Lagen Tape und einige Schmerztabletten schon helfen, dass wir einen besseren Start in die Saison erleben, als im letzten Jahr, als wir bereits nach dem Sprintrennen zusammen packen mussten.

Noch etwas ganz Wichtiges und Erfreuliches hat sich getan:
Mit der Firma Wehner Metallbau GmbH & Co. KG und deren Ölspurhexe ist ein neuer Sponsor an Bord und wir bedanken und ganz herzlich, für das entgegengebrachte Vertrauen!

Sobald die Verkleidung komplett fertig ist, gibt es hier Bilder davon zu sehen und bis dahin

Viele Grüße von Eurem
fun42-racing-team
Christian und Jeffrey

 

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NEU EINGEKLEIDET

Nach der bereits beschriebenen Deutschland-Belgien-Holland-Deutschland-Rundfahrt (DANKE an dieser Stelle nochmals an Chris, Jeff und Mike!!) hat unsere Prinzessin seit letztem Wochenende ihr neues Kleid an . Im Moment noch ziemlich unscheinbar aber wir sind uns sicher, dass https://www.facebook.com/beschriftungsfabrik.de heuer etwas ganz Feines für uns maßschneidern wird.

Vom 14.-16.02. kommen Jeffrey und Elise zu uns, damit auch der letzte Feinschliff (Grifföffnungen, Auspuffblende etc.) erledigt werden kann. Hoffentlich spielt auch das Wetter mit, so dass wir am „Schnaittenbach raceway Scherhübel“ ein kurzes roll-out machen können denn nach wie vor ist ja nicht absolut sicher, ob sich Motor und neuer Airboxtyp auch wirklich vertragen. Es wäre richtig ärgerlich, wenn wir das gleiche Desaster erleben, wie im letzten Jahr und die Verkleidung wieder aufschneiden müssen, um die Originalairbox anbauen zu können. Aber Optimisten wie wir nun mal sind, wird es diesmal schon klappen – und zur Not haben wir noch ein paar andere Ideen, die deutlich besser aussehen werden.

Das soll’s im Moment auch schon gewesen sein, vom „Feinschliff-Wochenende“ gibt es dann wieder Bilder und Neuigkeiten. Hoffentlich erfreuliche

Bis dahin,
Euer fun42-racing-Team
Christian & Jeffrey

 

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Zugegeben, es war ziemlich ruhig hier in den letzten Wochen, was aber nicht bedeutet, dass nichts passiert ist. Ganz im Gegenteil: das Gespann ist komplett überarbeitet und so gut wie startklar für die neue Saison. Jetzt folgen dann allerdings ein paar stressige Tage…

Am Freitag früh, also richtig früh, mache ich mich auf den Weg zu Chris (Baert) nach Belgien; Chris wiederum fährt am Freitag (nicht ganz so früh) nach England um dort unsere neue Verkleidung und ein paar andere Teile abzuholen. Auch an dieser Stelle ein ganz, ganz dickes DANKE an Chris, durch dessen Hilfe ich mir die Strecke nach England und mindestens sieben bis acht Stunden Zeit spare!!! Nachdem ich die Teile übernommen habe, geht es weiter nach Holland, wo ich mich kurz mit Jeffrey treffe, bei dem sich in den letzten Monaten auch so Einiges angesammelt hat, verlade alles mit im Transporter und weiter geht’s zu Mike (Roscher). Wie heißt es so treffend: man muss nicht verrückt sein, um diesen Sport auszuüben – aber es erleichtert vieles .

Bei Mike wird die Verkleidung angepasst und die Sitzschale eingeklebt, vor allem geht es aber darum, dass wir den Motor nun mit dem neuen Typ von Airbox und Verkleidung zum Laufen bekommen und nicht wieder die riesige Originalairbox verwenden müssen. Jeffrey wird durch diesen „Kasten“ deutlich eingeschränkt, sich in Rechtskurven gut zu bewegen – und außerdem sieht’s mistig aus, wenn das Teil so aus der Verkleidung ragt.

Die neue Airbox ist nun deutlich anders geformt und so hoffen wir, dass wir die zweite Einspritzleiste samt verstellbaren Ansaugtrichtern darin unterbringen. Zum Glück hat Mike seine ‚Teststrecke’ gleich vor dem Hallentor und nach ein paar Runden durch’s Werksgelände werden wir sehen, ob es funktioniert. Hoffentlich!!!

Wenn alles läuft, geht es am Sonntag mit „Sack und Pack“ wieder zurück nach Hause, ansonsten bleibt das Gespann erst mal bei Mike, der während der Woche sicher so lange rumtüftelt, Teile dreht und fräst, laminiert und schneidet, bis es endlich passt. Spätestens in zwei Wochen sollte dann alles wieder in der Werkstatt stehen, damit Jeffrey kommen kann und wir die Grifföffnungen so einschneiden, dass sie für ihn passen.

Danach gehen alle Teile zum Lacker und dann kommt "die beschriftungsfabrik" ins Spiel, die uns heuer mit einem ganz speziellen Design unterstützen wird. Wir haben nur erste Ansätze gesehen aber die haben megastark ausgesehen .

Wir halten Euch auf dem Laufenden!

Bis dahin,
Euer fun42-racing-team
Christian und Jeffrey

 


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